NFT für Fotografen

In der Kunstwelt brodelt es, da werden Pixel Art Bilder wie die CryptoPunks oder die verrückten Affen Cartoons von Bored Ape momentan zum absoluten Objekt der Begierde. Extreme Preise werden aufgerufen und erfolgreich gehandelt oder gar an Auktionen von Sotheby’s versteigert. Ein 12 Jähriger macht innert kurzer Zeit ein Vermögen mit Pixel Walen und viele Künstler natürlich auch Fotografen werden vom Erfolg überrannt und verkaufen ihre Werke und Kollektion teils innert wenigen Stunden. NFT für Fotografen wird zur Zeit zu einem Hype.

Hype oder Chance?

NFTs ist die Ware und die Kryptowährung Ether das Zahlungsmittel, das Marketing findet hauptsächlich auf Twitter statt und die Vermarktung auf NFT Plattformen / Anwendungen.

2017 gingen die CryptoPunks als erste NFTs online und es kamen immer weitere Kunst Projekte hinzu. Im Frühjahr 2021 brach der grosse NFT Hype aus, die Preise explodierten und der Begriff NFT ging durch die Medien.

Erste Wahrnehmung!

Das war auch der Zeitpunkt als ich NFTs so richtig wahrnahm und begann regelmässig ein Auge darauf zu werfen. Doch es dauerte nochmals einige Monate bis mich das Thema so faszinierte dass ich mein Glück versuchen wollte. Mich interessierte neben dem neuen Absatzmarkt vor allem die Technik hinter NFTs, die Kryptowährungen und das Web 3.0. Beim Schreiben dieses Artikels ist meine erste NFT Kollektion Idyllic Swiss Nights eine Roadmap und eine Oncyber Galerie seit einer Woche online, am 11.09.2021 stellte ich meine Bilder bei OpenSea ein.

NFT für Fotografen

Zuvor war einiges an Arbeit nötig. Natürlich erst einmal detailliert informieren, die Accounts erstellen, und die Bilder sowie Texte bereitstellen. Das informieren nahm dabei am meisten Zeit in Anspruch da ich erst das System verstehen wollte. Viele für mich neue Begriffe vielen und teils entstand ein wenig Verwirrung aufgrund unterschiedlicher Aussagen. Im Nachhinein gesehen ist jedoch alles sehr einfach und meistens selbsterklärend.

NFT für Fotografen

Was sind NFTs

NFT steht für „non-fungible token“ nicht austauschbarer Token. Ein Token ist die digitale Form einer Wertmarke also eines Vermögenswertes. Es gibt sowohl physisch wie auch online fungible und non-fungible Vermögenswerte. Ein 100 Franken Geldschein kann beliebig gegen einen anderen 100 Franken Geldschein ausgetauscht werden und hat steht’s den selben Wert. Gleich verhält es sich bei Bitcoin oder Ether diese Kryptowährungen lassen sich wie der Geldschein austauschen und behalten ihren Wert. Hierbei handelt es sich um fungible also austauschbare Vermögenswerte. Ein einzigartiges Kunstwerk von Vincent van Gogh, Joan Miró oder Alberto Giacometti stellt physisch ein nicht austauschbarer Vermögenswert dar. Gleich verhält es sich mit einem Haus dies ist ein nicht identisch austauschbarer Vermögenswert. Man kann ein Haus gegen ein anderes Haus austauschen, aber es ist nicht das selbe Haus.

Online kommt an diesem Punkt NFT ins Spiel. Unsere Fotografien sind einzigartige digitale Kunstwerke. Welch jedoch digital beliebig vervielfältigt und verteilt werden können. Tokensiert man dieses digitale Kunstwerk bedeutet dies, dass der spezifische Vermögenswert mithilfe der Blockchain verbrieft / verbunden wird und durch einen Token als digitalen Vermögenswert dargestellt wird. Der Besitz dieses Token stellt somit das Eigentum an diesem digitalen Kunstwerk dar. Verwahrt wird dieser Token in der digitalen Brieftasche in einem „Crypto Wallet“. Die History des Token kann meistens öffentlich eingesehen werden somit sind sämtliche Daten wie unter anderem die Zeitachse, das Eigentumsverhältnis und der Preis transparent.

Punks als rare Kunst

Als Beispiel der zur Zeit (September 2021) teuerste CryptoPunk 7523 wurde kurz nach seiner Schöpfung 2017 noch für um die 50 Franken verkauft. Sein letzter Verkaufspreis lag bei etwa 10 Millionen Euro.

NFTs eignen sich neben visueller digitaler Kunst, natürlich auch für Musik. Aber auch Verträge, Wertpapiere und viele weitere Güter werden über NFT gehandelt.

Wild West

Für mich hat das Ganze noch „Wild West“ Charakter denn es gibt noch nicht wirklich Spielregeln oder Gesetze. Dies wird sich in naher Zukunft bestimmt ändern denn wo es um viel Geld geht möchte der Staat in der Regel die hohle Hand darunter halten und mitreden. Dadurch wird ein Rahmen, mit Gesetzen und Regulierungen entstehen. Aber hoffentlich kein erdrückender Rahmen. Momentan reguliert sich der NFT Kunstmarkt ziemlich gut selber, denn es ist im Interesse jedes Künstlers dass kein Unfug getrieben wird. Natürlich gibt es negative Beispiele, insbesondere in Form von Insiderhandel, Trittbrettfahrern oder Scamming, dies vermag den Hype aber nicht grossartig zu trüben.

Blockchain

Durch die Blockchain ist gegenüber der konventionellen einzel Server Technik ein höheres Mass an Sicherheit gegeben. Natürlich ist jede Technik manipulierbar doch wäre dies bei der Blockchain mit immensem Aufwand verbunden. Dies trägt wahrscheinlich auch dazu bei das NFTs irgendwann in irgend einer Form zu unserem täglichen Leben gehören werden. Im Bereich Verträge ist hier schon einiges im Gange.

Blockchain das wichtigste in kürze

Blockchain im Detail zu erklären sprengt den Rahmen dieses Artikels, zu diesem Thema gibt es sehr umfangreiche Abhandlungen. Kurz und knapp in wenigen Sätzen; Blockchain kann man sich als Logbuch vorstellen also eine Datenbank welche ständig wächst und aus verketteten Blöcken besteht. Die Datenbank liegt nicht auf einem Server oder bei einer Firma wie es konventionell üblich ist, sondern ist über unzählige Computer „Nodes“ verteilt. Die Datenbank gehört keiner Einzelpersonen sondern der Allgemeinheit. Keine Firmen, keine mächtigen Personen, nicht einmal Behörden haben die Macht über diese Datenbank.

Jeder User verfügt über die selben Möglichkeit der Nutzung und über die selben Zugriffsrechte. Die Blockchain ist ein unabhängiges System, welches durch die Verkettung, kaum zu manipulieren ist. Dieser Schutz wäre erst in Gefahr wenn ein Angreifer über 50 Prozent der Blockchain kontrolliert. In einem dezentralen System, wie der Blockchain existiert niemand der sagt was richtig und was falsch ist. Richtig ist dass was die Mehrheit des Systems sagt.

NFT für Fotografen

Skurill

Ich muss gestehen ein Punkt finde ich zur Zeit an NFTs bisschen skurril. Als Eigentümer des Token besitzt man dieses digitale Kunstwerk, aber was bedeutet das eigentlich? Was besitzt man nun konkret? Ohne Gesetze habe ich wirklich keine Ahnung. Im Beispiel der Crypto Punks wäre es ja für die Schöpfer ein leichtes weitere Punks zu erzeugen, machen sie aber nicht! Da sie sich sonst selber schädigen würden und die Exklusivität verloren ginge. Der Besitzer kann somit ein richtiger Wert, sein eigen nennen. Und diesen Wert auch schützen und vermarkten, da er denn digitalen Besitz an diesem digitalen Kunstwerk sein eigen nennt.

Bei Fotografien ist dass so eine Sache, als NFT werden bearbeitete Versionen des Original RAW verkauft, und dies oft ohne weitere Spezifikation oder nicht in Original Auflösung. Aber was besitzt der NFT Käufer nun wirklich? Vermutlich nur dass was ihm ausgehändigt wird. Bei der Fotografie ist und bleibt der Besitzer des RAW der Besitzer des Originals. Oder bei digitalen Zeichnungen / Grafiken wäre das Original die Datei in welchem das Werk erstellt wurde. Der Künstler ist und bleibt natürlich der Urheber des Werkes. Und sollte auf Informationen setzen und sich auch über sein Handeln bewusst sein. Exklusiv bleiben auch hier nur Werke welche über das Physische und Digitale eine Limitierung von Seiten des Künstlers besitzen. Oder ein grosser Name dahinter steht. NFTs sollten als weiteres Produkt neben Lizenzen oder Prints angesehen werden und dies ohne dass sich diese Produkte gegenseitig beeinträchtigen.

Ethereum

NFTs werden auf der Ethereum Platform erstellt und gehandelt, diese Platform basiert auf der Blockchain Technik und verfügt über eine eigene Kryptowährung, den Ether. Ether ist zur Zeit hinter Bitcoin die zweit stärkste Kryptowährung.

Zu Kryptowährungen im allgemeinen ist zu sagen dass diese höchst spekulativ sind. Im reinen Kursvergleich zu Fiatgeld sind immense Gewinne aber auch Totalverluste möglich. Als Fiatgeld werden unsere Währungen wie Schweizer Franken, US Dollar, Euro und alle anderen staatlich anerkannten Währungen bezeichnet. Im September 2021 hat El Salvador als erstes Land der Welt Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel eingesetzt. Nur ist El Salvador als Schwellenland nicht unbedingt ein Paradebeispiel ob Bitcoin als offizielle Währung geeignet ist und könnte die ohnehin bereits arme Bevölkerung teuer zu stehen kommen.

1 ETH = 1 ETH

Ein Ether bleibt ein Ether egal wie viel er als Fiatgeld Wert hat. NFTs zu erstellen ist nicht kostenlos die anfallenden Gebühren können nur mit Ether beglichen werden. Auch der Handel mit NFTs läuft hauptsächlich über Ether, sprich jede Transaktion wird mit Ether bezahlt.

Wallet

Das erste was Du brauchst um mit NFTs zu beginnen ist ein Krypto Wallet. Geht es um NFTs ist MetaMask eine gute Wahl. MetaMask unterstützt alle Arten von Ethereum Token und bietet eine direkte Anbindung zu sämtlichen nötigen Anwendungen. Sämtliche Deine Ethereum Besitztümer landen in diesem Wallet. MetaMask ist als Browser Erweiterung und Mobile App verfügbar. Das MetaMask Wallet ist gerätegebunden und wird gekoppelt. Du kannst es natürlich auf mehreren Geräten koppeln. Beim erstellen Deines MetaMask Wallet vergibst Du wie gewohnt ein Passwart.

Keinen doppelten Boden

Du befindest Dich nun in der Kryptowelt es gibt keinen doppelten Boden, das Passwort kann von niemandem externen wiederhergestellt werden. Nach der Erstellung Deines Passworts erhältst Du von MetaMask eine geheime Phrase aus 12 Worten, nur mit dieser Phrase ist es möglich Deinen Account wiederherzustellen falls Dein Gerät beschädigt ist oder entwendet wird. Mit dieser Phrase ist es auch möglich Dein Passwort wiederherzustellen. Am besten notierst Du Dir die Phrase und das Passwort auf einem Stück Papier und legst dieses sicher ab. Gib niemals jemandem die Phrase weiter. MetaMask wird Dich niemals danach fragen, auch keine Anwendung wird Dich jemals danach fragen. Sollte dies einmal der Fall sein handelt es sich um Scam. Die Phrase und das Passwort sind einzig und alleine für Dich bestimmt. Verlierst Du die Phrase ist es unmöglich Deinen Account wiederherzustellen und Du wirst keinen Zugang zu Deinem Besitz haben.

Ether

Als nächstes benötigst Du Ether, falls Du direkt gross einsteigen möchtest empfiehlt es sich die Ether über eine Krypto-Börse zu kaufen und in Dein Wallet zu transferieren. Geht es nur um das erstellen von ersten NFTs kannst Du bequem direkt in MetaMask Ether kaufen. Als Zahlungsmöglichkeit steht Dir Kreditkarte, ApplePay und Banküberweisung zur Verfügung. Die Gebühren sind über MetaMask respektive den eingebunden Service ein bisschen höher, dafür ist es sehr bequem. Das Verkaufen von Ether ist direkt in MetaMask nicht möglich, dafür musst Du Deine Ether zu einer Krypto-Börse transferieren oder zu einer Anwendung Deiner Wahl. Egal für welchen Weg Du Dich entscheidest bei jedem Anbieter bei dem es um eine Transaktion von Fiatgeld zu Kryptowährungen geht musst Du Dich online mit amtlichen Dokumenten verifizieren. Dies funktioniert unproblematisch und die Verifizierung ist in der Regel nach wenigen Stunden bestätigt.

NFT für Fotografen

NFT Anwendungen

Der dritte Schritt ist die Anbindung der NFT Anwendung. Diese Anwendungen / Marktplätze sind Web-Anwendungen, Du navigierst auf die jeweilige Website und anstelle eines normalen Login findest Du ein WalletConnect, Dein MetaMask Wallet ist somit der Verbindungspunkt. Die übliche Passwort Eingabe entfällt, mit der Bestätigung einer Meldung welche in Deinem Wallet erscheint gelangst Du in die Anwendung.

OpenSea ist momentan der Marktführer in diesem Bereich und am Anfang sicher die richtige Wahl. Wobei es bei keinem der grösseren Anbieter wirklich ein richtig oder falsch gibt. Schlussendlich muss sich der richtige „Collector“ finden lassen. Und es ist natürlich auch eine Frage des Budgets.

Gas-Fee

Hier kommt die Gas-Fee ins Spiel, bei OpenSea bezahlt man als „Artist“ bis auf wenige Ausnahmen nur einmal eine Gas-Fee, dies beim erstellen des ersten NFT, alle folgenden NFTs sind mit dieser Zahlung gedeckt und sozusagen für den Künstler Kostenlos, da es sich um ein „lazy minting“ handelt, die Kosten entstehen erst beim Verkauf. Es gibt neben der Verkaufsprovision bei Verkauf nur wenige Aktionen welche bei OpenSea weitere Kosten oder Gas-Fees entstehen lassen. Bei Festpreis Angeboten wird die Gas-Fee vom Käufer bezahlt. Geht man allerdings auf ein Angebot ein welches ein Interessent bietet, fallen die Kosten zulasten des Verkäufers.

Die erste eben erwähnte Gas-Fee bei der Erstellung des ersten NFT ist im Vorfeld nicht genau zu bestimmen. Bekannte haben vor einigen Wochen um die 40 Franken bezahlt, mich hat das knapp 180 Franken gekostet, morgen kann diese Gas-Fee höher oder auch wieder tiefer sein. Bei Foundation einer weiteren Anwendung bezahlt man sowohl für das „Minting“ als auch für das „Listing“ jedes einzelnen NFT eine Gas-Fee, was sich natürlich sehr summieren kann. Daher ist es bei OpenSea auch Trend geworden gleich ganze Kollektionen von NFTs zu erstellen, da sich die relativ hohe Gas-Fee so relativiert.

Bei Foundation ist zu erwähnen dass man hier eine Einladung benötigt um dabei sein zu dürfen. Jeder Künstler welcher auf Foundation Werke verkauft erhält pro Verkauf einen Einladungslink, mit welchem jeweils ein weitere Künstler zu Foundation eingeladen werden kann. Ich hatte dass Glück von einer sehr talentierten iranischen Künstlerin eingeladen zu werden und habe die Möglichkeit genutzt mein erstes NFT auf Foundation zu erstellen. Die Gas-Fee lag bei knapp 70.00 Franken für das eine NFT.

NFT für Fotografen

Treibstoff des Netzwerks

Die Gas-Fee ist der Treibstoff des Ethereum Netzwerkes. Für jede Transaktion welche in die Blockchain geschrieben wird, wird die Gas-Fee fällig. Dies ist notwendig um die immensen Technik und Stromkosten zu decken welche bei einer Transaktion ausgelöst werden. Die Transaktionen werden durch Ethereum-Miner verarbeitet und in die Blockchain geschrieben, als Belohnung erhalten Miner welchen es gelingt Daten in einen Block zu packen Ether, für ihre geleistete Arbeit. Dies ist auch der Weg wie neue Ether generiert werden. Die Gas-Fee verbrennt sozusagen Ether und Miner schürfen neue Ether. Durch den NFT Hype gibt es gar Tage an welchen mehr Ether verbrannt werden wie geschürft. OpenSea liegt hier als Gas Verbraucher ganz vorne mit dabei.

Stromfresser

Momentan ist die Ethereum Platform ein enormer Stromfresser. Ein NFT bringt einen durchschnittlichen Stromverbrauch eines europäischen Bürgers in einem Monat mit sich. Die Emissionen sind vergleichbar mit einer 1000 Kilometer Autofahrt. Wohlgemerkt für 1 NFT von der Erstellung bis und mit dem ersten Verkauf. Allen ist klar dass dies Wahnsinn ist. Daher wird stark an einer Änderung gearbeitet, das Mining soll durch Staking ersetzt werden. Die Hoffnung liegt darauf dass durch diesen Wechsel der Energieverbrauch massiv gesenkt wird. Was sich wiederum positiv auf die Umweltbelastung und in der Platform auf die Gas-Fee auswirken wird.

Für einen Natur oder Landschaftsfotografen ist dieser aktuelle Zustand natürlich alles andere wie kompatibel. Oder sagen wir’s mal so, für Fotografen oder Menschen denen ihre Umwelt wirklich was bedeutet. Mit dem Ansprechen dieses Punktes gewinne ich bestimmt keine Freunde. Meine Bilder entstehen in der Natur, also liegt es mir am Herzen diese zu erhalten. Jeder Mensch macht Fehler und hinterlässt einen negativen Fussabdruck. Für mich fühlt es sich an wie eine weitere Ausbeutung der Natur. Meine Kollektion Idyllic Swiss Nights umfasst 16 NFTs, bei Verkauf also einer Emission wie wenn ich 16000 Kilometer mit dem Auto fahre. Ich überlege mir im normalen Leben ja auch ob eine Fahrt notwendig ist oder nicht und entscheide mich auch mal dagegen. Jeder soll und kann selber entscheiden wie er zu diesem Thema steht. Ich für meinen Teil möchte dazu stehen und werde meine verursachten Emissionen kompensieren.

NFT für Fotografen

Dein erstes NFT

Wenn Du es bis hierhin geschafft hast zu lesen stehst Du nun kurz vor der Erstellung Deines ersten NFTs. Du lädst Dein Werk hoch, vergibst diesem einen Namen, fügst Links und eine Beschreibung hinzu. Vergibst Properties, wenn Du möchtest einen Link zu einer hochauflösend Datei Deines Werkes, welcher nur der Eigentümer einsehen kann.

Passen alle Angaben, klickst Du auf Create, dieser Vorgang nennt man „Minted“. Darauf folgt das „Listing“ Du möchtest Dein Verkaufsangebot erstellen, also klickst Du auf „Sell“. Hier wählst Du die Verkaufsmethode aus ob ein Festpreis oder eine Auktion. Vergibst den Preis und mit Klick auf „Post you listing“, wird Dein erstes NFT, Dein erster Token erstellt. Das ist auch der Zeitpunkt an dem Du bei OpenSea die Gas-Fee zu begleichen hast. OpenSea bittet Dich in Dein MetaMask Wallet wo die Meldung zur Gas-Fee erscheint, welche Du mit akzeptieren begleichst.

Du wirst immer mal wieder bei Aktionen in Dein Wallet gebeten, dies dient nur dazu um die Daten zu bestätigen. Über den Button „Edit“ kannst Du jederzeit Änderungen anbringen, falls Dir ein Fehler unterlaufen sein sollte. Hier gibt es auch die Möglichkeit Deine eingegebenen Daten zu „Freezen“ also einzufrieren so das weder Du noch ein künftiger Käufer Änderungen an Deinen Texten „Meta-Daten“ durchführen kann. Dieser Vorgang kostet jedoch wieder eine Gas-Fee. Ich denke bei einer Bildbeschreibung macht dieser Vorgang keinen Sinn, es sei denn Du verfasst vertragliche Punkte welche mit dem Kauf eingehalten werden müssen.

Herzlichen Glückwunsch zu Deinem ersten NFT! Natürlich kannst Du Dich jetzt nicht einfach zurücklehnen. Um die Chance zu haben dass Dein Werk verkauft wird musst Du es bekannt machen. Das Marketing läuft über Twitter, also Twittere los und versuche den richtigen NFT Sammler anzusprechen. Mit etwas Glück findet Deine Kunst sehr schnell Anklang und Du kannst von Deinen ersten NFT Erfolgen berichten.

Your item sold!

Bei mir dauerte es gute drei Wochen bis zum ersten Verkauf. Am 02.10.2021 beim gemütlichen Morgenkaffe meldete sich mein iPad. Eine E-Mail von OpenSea mit dem Inhalt „Congratulations, your item sold!“ und es ist wirklich wie alle sagen, man kann es kaum glauben. Einfach ein wunderschönes Gefühl dass irgendwo auf der Welt jemand sich entscheidet „dieses Werk gefällt mir“ und investiert.

NFT für Fotografen

Dies und das zum Abschluss

Als Abschluss und Ergänzung noch einige Sätze. Blockchain, Krypto, NFT sind sehr schnelllebige Themen mit stetigen Veränderungen. Daher stellt das beschriebene nur eine Momentaufnahme, aus meiner Perspektive dar.

Neben den von mir genannten Anwendungen existieren noch viele weitere. Du solltest Dir unbedingt einen Überblick verschaffen und darauf achten was Deinen Bedürfnissen entspricht.

Betreffend Sicherheit, diese ist unbestritten sehr hoch. Jedoch wie immer nur so stark wie das schwächste Glied und dies ist in der Regel der User. So wie man nur vertrauenswürdige E-Mail Anhänge öffnen sollte, muss man auch vorsichtig bei Vorgängen in Verbindung mit dem Wallet sein und immer zweimal hinschauen.

Neben der Ethereum Platform ist betreffend NFT die Solana Platform mit der eigenen Kryptowährung SOL im Aufwind. Solana verfolgt ähnliche Ansätze wie Ethereum die Zeit wird zeigen ob Solana mit Ethereum gleichziehen kann, daher wirf ein Auge darauf.

Hat Dir das lesen sowie anschauen meines Artikels Spass bereitet, oder nützliche Informationen geliefert? Falls ja findest Du unter News weitere Artikel.

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Workshops

Du interessierst Dich für meine Art der Fotografie? Es würde mich sehr freuen Dich bei einem meiner Workshops begrüssen zu dürfen. Hier findest Du meine aktuellen Workshops und meine E Books.

2 Gedanken zu „NFT für Fotografen“

  1. Toller Artikel, das Thema interessiert mich schon länger. Allerdings schreckten mich drei Dinge ab. Die Frage, ob sich das als Amateur-Fotograf überhaupt lohnt. Ok, wer nicht probiert, weiss es nicht. Als zweitens stören mich die „tausend“ Apps und Plattformen, das müsste einfacher sein. Ok, kann ich nicht ändern. Drittens, der mögliche Käufer kann nur in Crypto-Währung bezahlen? Das Grosi fällt also als Käuferin schon mal weg! Ist das wirklich so? Erinnert etwas an WIR in analog.

    Danke für deine Mühe, werde das probieren 🙂
    Grüsse
    Fabian

    Antworten
    • Hallo Fabian
      Herzlichen Dank für Deinen Besuch, freut mich sehr 😃
      Das Thema NFTs und allgemein Web 3.0 ist wahnsinnig interessant. Das Ganze hat eine sehr grosse Dynamik und schier endlose Möglichkeiten zum entdecken. Ich verstehe Dich voll und ganz, das arbeiten mit den Plattformen und den Apps ist anders, aufwendiger. Aber wenn Du Dich zurückerinnerst wie das Web vor 20 Jahren sperrig war und wie schnell sich dass gewandelt hat, sehe ich da positiv in die Zukunft. Die grossen Player springen jedenfalls bereits auf den Zug auf, was die Entwicklung bestimmt noch schneller vorantreibt. Der NFT Kunstmarkt ist so verrückt, hier stellt sich nicht die Frage ob man beruflich Künstler ist oder Kunst mit Leidenschaft in der Freizeit erschafft. Jeder hat eine Chance und mit bisschen Glück wird man vom richtigen Sammler gefunden. Natürlich ist der typische NFT Sammler / Käufer momentan noch nicht das Grosi von Nebenan. Wobei sich dass relativ schnell ändern könnte, da es teils schon möglich ist Kreditkarten Zahlung einzubinden, dies macht NFTs natürlich deutlich zugänglicher.

      Liebe Grüsse
      Marco

      Antworten

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